29.09.2014
TV Möhlin agiert noch zu unsicher!
Eine herbe Enttäuschung für den TV Möhlin: Vergangenen Sonntag verlor das Handballteam gegen den STV Baden auswärts mit 32:22. Dabei startete die Mannschaft recht gut ins Spiel und führte anfangs mit einem Score von 2:4.
Der TV Möhlin startete erfreulich in Badens Halle „Aue“ und ging bald mit zwei Toren Differenz in Führung. Das erste Tor dieser Begegnung schoss Marcus Hock: ein Siebenmeter infolge einer Strafe Badens. Die „Städtlianer“ glichen bald darauf aus, worauf Möhlins Florian Wirthlin und kurz danach Marco Lenzin zum 1:3 ausbauten. Beim Spielstand von 2:4 wurde klar, Möhlins Torchancen wären intakt, aber die Spieler schöpften das Potential nicht aus. Man passte den Ball unentschlossen am Kreis hin und her und wagte es kaum, das Leder mit einer gezielten Einzelaktion ins Tor zu knallen. Lag es an Badens starker Abwehrleistung oder an dessen Torhüter Marco Wyss? Dieser kannte nämlich kein Erbarmen mit den Fricktaler Schützen, wenn sie mit Torwürfen reüssierten und blockte die Bälle hartnäckig ab. Das schien Baden Aufwind zu geben und die junge Mannschaft versuchte, das Spiel in ihrem Sinne zu wenden. Ihr gelang langsam aber sicher Tor um Tor, während Möhlins Abwehr zwar zu agieren versuchte, aber immer wieder diese schnellen und athletischen Gegenstösse in Kauf nehmen musste. Eine gute Viertelstunde war gespielt, als sich abzeichnete, dass Baden besser traf und Möhlins Torchancen dahin schrumpften. Die Heimmannschaft reagierte meistens via Kreisspieler, welcher zugespielte Bälle souverän im Gegentor platzierte. Möhlin konnte diese Taktik schlecht unterbinden und fand auch kein Rezept, seine Gegenstösse kompetent zu verwerten. So lautete der Spielstand nach dreissig Minuten: 15:8.
Nach der Pause starteten die Fricktaler gestärkt ins Spiel. Flavio Wick parierte einen Schuss von Baden und Philipp Wildi antwortete mit einem tollen Tor für seine Mannschaft. Es klappte also doch! Aber Badens Angriff ruhte nicht und sein Gegenstoss folgte sogleich: ein weiterer kraftvoller Wurf in die Ecke des geforderten Torhüters von Möhlin. Die Hypothek, den Torrückstand von mehreren Zählern, wieder wett zu machen, schien für die Gastmannschaft langsam zu gross zu werden. Zudem fehlten auf Möhlins Ersatzbank nach wie vor wichtige Teamstützen, verletzungsbedingt. Coach Bruno Stadelmann waren folglich die Hände gebunden, er konnte sein Team nicht wirklich mit „neuen“ Kräften besetzen. Kräfte, welche im Spiel gegen Baden, vielleicht aktiver und erfolgreicher gewesen wären. So zog der STV Baden mit seinen „Jungs“, wie sie Trainer Navarin stolz nannte, Treffer um Treffer davon. Auch nach Badens Timeout, wo Möhlin durch Milovanovic, Stalder und Hock drei Punkte in Serie gut schreiben konnte, änderte der Spielverlauf für Möhlin nicht wesentlich, zum 22:15. Der TV Möhlin kämpfte aber beherzt weiter und erspielte sich doch hie und da eine tolle Chance. Auch zeigte der Nachwuchs, wie bspw. Florian Wirthlin oder Philipp Wildi, dass sie sich durchaus erfolgreich in der Torschützenliste des heutigen Matches positionieren konnten. Doch Baden bewies, dass sie heute einfach die bessere Mannschaft war und gewann schliesslich verdient mit 32:22. Nochmals Navarins Worte: „ Meine Jungs haben heute das umgesetzt, was wir trainiert haben und es ist ihnen alles geglückt!“
Statistiken und Spielverlauf:
http://liveticker.handball.ch/Ticker.aspx?SpielId=279929&VIDs
Bericht: Christine Steck; Fotos: Michi Mahrer; Tabelle & Statistiken: SHV + Heimteam