Am Ende triumphierte Städtli Baden!

Der TV Möhlin verlor gegen den tabellendritten STV Baden mit 21:24. Ging die Rechnung in der ersten Halbzeit knapp auf, scheiterten die Fricktaler danach am hartnäckigen Gegner und fanden einmal mehr offensiv nicht zu präzisen Treffern.

Im letzten Spiel gegen Winterthur, starteten Möhlins Handballer verhalten und wenig zielorientiert in die Partie. Spielertrainer Markus Hock hatte daraus seine Lehren gezogen und überraschte die mehr als 400 anwesenden Zuschauer im Steinli gleich zu Beginn mit einer neuen Taktik. Er liess Torhüter Florian Aerni auf der Bank Platz nehmen und zog dafür mit sieben Feldspielern Richtung Badens Gehäuse. Der seit knapp einer Woche verpflichtete zwei Meter grosse Tin Tokic schoss in der Folge sein erstes Tor für den TVM, nach nur 23 Sekunden Spielzeit. Baden fand nicht gleich zu einer Antwort und bescherte Möhlin gar einen Siebenmeter, welcher Hock zum 2:0 versenkte. Danach erwachte aber Björn Navarins Mannschaft und lancierte seinerseits den ersten Anschlusstreffer durch Neuzugang Steven Larsson. Möhlin reagierte wenig später mit einem klassischen Tor via Kreisspieler Michael Schröder zum 3:1. Zwar kassierte „Städtli“ wenig später seine erste Zeitstrafe und musste in Unterzahl weiter kämpfen, fand aber trotzdem die Lücke in Möhlins Abwehrreihen. In den nächsten Minuten behielten die Fricktaler einen zwei-Tore-Vorsprung bei, aber spätestens in der siebten Minute, durchschauten die jungen Wilden die Ueberzahltaktik des Gegners und verkürzten nach einem Fehlwurf von Möhlin mit einem gezielten Weitschuss ins verwaiste Tor zum 5:4. Im weiteren Verlauf blieb das Torverhältnis bei 7:5, während fünf Minuten erhalten. Erst Markus Hock erlöste seine Mannschaft mit einem erfolgreichen Penalty zu einem weiteren Führungstreffer. Man spielte temporeich auf beiden Seiten und die Schiedsrichter waren gefordert, allzu unsportliche Aktionen gezielt zu erkennen. Möhlin erwirtschaftete sich einen drei-Tore-Vorsprung mit dem elften Tor durch Lenzin, aber bis zur Pause schmolz dieser auf  ein ernüchterndes „12:11“ dahin.

Im zweiten Durchgang ging es engagiert und kampfbetont weiter. Möhlins Defensive verhielt sich vorbildlich und auch Aerni, welcher sechzig Minuten zwischen den Pfosten stand, leistete perfekte Arbeit für seine Mannschaft. Mit fast 40 Prozent parierter Bälle, agierte er gleich stark wie Badens Goalie Marco Wyss. Im Angriff versuchte sich Möhlin mit schnellen Passzuspielen in gute Schusspositionen zu bringen und Druck aufs Gegentor zu provozieren, meistens aber ohne die dringend benötigten Führungstreffer. Auch Tokic konnte sich in dieser Zeit zu wenig in Szene setzen, dafür fehlten ihm schlicht die Feinabstimmung und Spielpraxis im neuen Gefüge. Ein Ausgleich zeichnete sich schnell ab. Baden machte nun mehr Druck auf Möhlins Defensive und suchte immer wieder den gefährlichen Abschluss. Eine Viertelstunde war noch zu spielen, als Tobias Stalder zum 17:17 ausglich. Baden erhielt danach wegen einem Foul an Hock eine Zeitstrafe, kurz danach eine Zweite. Aber auch gegen vier verbleibende Badener vermochte Möhlin nicht das Blatt zu wenden. Zwar schafften es die Fricktaler noch einmal, kurz vor Schluss, zum 21:22 nachzuziehen, aber ihr Gegner liess sich dadurch nicht bändigen. Baden verwaltete seinen knappen Vorsprung im Kollektiv aggressiv und angriffslustig weiter. Weder eine letzte Zeitstrafe noch Verbalattacken und Gerangel unter den Spielern, bremsten die jungen Wilden. Sie besannen sich auf ihren Ruf und knallten noch in der letzten Sekunde einen weiteren Schuss in Möhlins Netz zum Endstand von 21:24. 

 

Statistiken und Spielverlauf:
http://liveticker.handball.ch/Ticker.aspx?SpielId=280020&VIDs

Nächstes Spiel:
Sa., 21.02.2015, 19:00 Uhr
RTV Basel – TV Möhlin
Basel, Rankhof.

Nächstes Heimspiel:
Sa., 28.02.2015, 19:00 Uhr
TV Möhlin – TV Endingen
Möhlin, Steinli.



Bericht: Christine Steck; Foto (Archiv): Michi Mahrer; Tabelle: SHV

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