07.04.2015
Ein Interview mit Marcus Hock und Bruno Stadelmann
Nach dem Rücktritt von Marcus Hock und Bruno Stadelmann übernimmt Zoltan Cordas ab Saison 2015/2016 das Traineramt des TV Möhlin. So lautete die Schlagzeile in der vergangenen Woche. Von einem Rücktritt spricht das derzeitige Trainergespann allerdings nicht. „Wir beide haben als Trainer bzw. Coach ein Vertrag bis Saisonende 2014/2015 und diesen werden wir auch erfüllen“, erklärt Hock.
Den Entschluss des Vereins, zu einer klassischen Trainerlösung in Person von Zoltan Cordas zurückzukehren, können Hock und Stadelmann durchaus nachvollziehen. Die Konstellation Spielertrainer / Coach ist auf diesem Niveau nicht einfach und bringt Herausforderungen mit sich. Nicht die Entscheidung selbst, sondern die Art und Weise der Kommunikation über eine weitere mögliche Zusammenarbeit zwischen der technischen Kommission und dem aktuellen Trainergespann bezeichnen beide als unglücklich.
Die Zusammenarbeit untereinander sehen Sie als durchweg positiv. „Wir haben uns sehr gut ergänzt, die Kommunikation zwischen uns lief über die gesamte Saison ausgezeichnet“, betont Stadelmann. Dem Team machen Sie ebenfalls ein grosses Kompliment. „Sie haben die besondere Trainerkonstellation gut aufgenommen. Die Trainingsbeteiligung und der Einsatz waren vorbildlich und gerade jetzt in der entscheidenden Saisonphase zieht die Mannschaft an einem Strang um den Klassenerhalt zu erreichen. Wir sind weiterhin von unserer Arbeit überzeugt und dass wir trotz der sportlich schwierigen Situation weiterhin die Verantwortung haben, zeigt uns auch, dass die Vereinsverantwortlichen dies auch sind“, ergänzt Hock.
Leider wurde der TV Möhlin durch zahlreiche Verletzungen in dieser Saison aus der Bahn geworfen. Die Ausfälle von Strübin, Schröder, Milanovic, Freitag, Jäger, Burri, Wenger konnten nicht immer kompensiert werden. Dazu kommt das Spielertrainer Hock selbst 3 Monate nach einer Verletzung an der Achillessehne nur unter Schmerzen agieren konnte. Das dabei noch weitere Spieler mit Doppellizenzen ausgestattet sind und aus diesem Grund nicht immer zur Verfügung stehen kommt erschwerend dazu.
„So ist das manchmal im Sport. Wir hatten mit Sicherheit kein leichtes Jahr als Einstieg in unsere Trainerlaufbahn. Doch es hat uns beiden sehr viel Spass gemacht und wir konnten eine Menge lernen und freuen uns auf kommende Aufgaben“, resümiert Stadelmann. Aber erst einmal liegt die Konzentration auf die verbleibenden 3 Spiele. Gemeinsam als Team, unterstützt von unseren treuen Fans, sind wir überzeugt den Klassenerhalt zu erreichen.
Bericht: Marcus Hock, Bruno Stadelmann