„Es gibt keinen grossartigeren Sport als Handball…!“

Diese leidenschaftliche Aussage stammt aus dem kürzlich geführten Interview mit Florian Doormann. Er ist einer der Neuzugänge beim TV Möhlin in der NLB-Mannschaft. Mit der Nummer sieben auf seinem Trikot hat er sich bereits bestens im Team unter Trainer Zoltan Cordas integriert. Doormann ist nicht der einzig Neue beim Traditionsverein Möhlin, nebst ihm stiessen auch Rok Jelovcan als Torhüter, Jonas Buholzer und Sebastian Kaiser auf die neue Saison 2015/2016 dazu. Mit Sandro Caminada ergänzt seit dem Heimspiel gegen Zofingen (14.November) zudem ein weiterer hoffnungsvoller Nachwuchsspieler das Team.  In den kommenden Wochen werden sie in lockerer Reihenfolge porträtiert und verraten mehr über ihren Lieblingssport Handball.

Florian Doormann, geboren am 15. September 1989, ist ganz im Norden von Deutschland in Elsfleth, zusammen mit drei Schwestern und einem Bruder aufgewachsen. Das Städtchen mit 10‘000 Einwohnern liegt zwischen Bremen und Bremerhaven, direkt an der Weser. Dort hat er Abitur gemacht und danach eine verkürzte Ausbildung zum Zimmermann abgeschlossen. In den folgenden dreieinhalb Jahren bildete er sich im Studium als Bauingenieur weiter und übt nun bei Implenia seit Anfang Juli dieses Jahres den Beruf des Bauführers aus. Seit kurzem wohnt Florian Doormann mit seiner Freundin in Möhlin und scheint sich recht gut von zuhause abgenabelt zu haben (die Entfernung zur Heimat beträgt lange 750km und bedeutet sieben Stunden Fahrzeit im Auto). In der Freizeit nimmt Handball einen grossen Teil seiner Zeit in Anspruch, daneben spielt der ruhig wirkende Sportler auch mal gerne Tennis, Tischtennis und Squash oder einfach „Playstation“. Auch trifft er sich gerne mit Freunden.

Wie bist du zum Handball gekommen?
„Ich bin eigentlich durch die Familie zum Handballsport gekommen. Schon im Kindesalter habe ich meinen Vater und meine grosse Schwester zu den Spielen begleitet. Ich war immer mit in der Halle und so lag der Schritt nahe, auch selbst zu spielen. Daneben habe ich bis zum vierzehnten Lebensjahr auch noch Fussball gespielt und bis achtzehn Tischtennis. Jedoch war irgendwann alles zusammen doch zu viel und ich blieb beim Handball.“ Handball ist für Doormann einfach ein schöner Sport, welcher sich immer weiterentwickle und wo kein Maximum an Perfektion zu erreichen sei.

Und warum gerade zum TV Möhlin?
„Zum TVM kam ich durch den Kontakt mit Michael Schröder, welcher nun leider nicht mehr im Team ist. Ich kam ins Probetraining und wie es halt kommt…“ Weiter meint Doormann, dass sie ein sehr junges Team seien, welches sich noch ziemlich entwickeln wird (schmunzelnd fügt er hinzu: hoffentlich!) und hungrig auf Erfolge sei. „Ich möchte dem Team dabei weiterhelfen. In meiner Jugendzeit durfte ich kurz in der Jugend-Nationalmannschaft unter Klaus-Dieter Petersen trainieren und habe drei Länderspiele absolviert (Petersen war mit 340 Länderspieleinsätzen zwischen 1989-2004 einer der bekanntesten deutschen Nationalspieler und zeichnet heute als Nachwuchskoordinator beim THW Kiel verantwortlich). Anschliessend war ich in der zweiten Bundesliga bei der HSG Varel unter Vertrag (2007-2009) und spielte damals sogar schon gegen Marcus Hock.“

Wie bereitest du dich auf einen Match vor?
„Meistens schaue ich mir die Videos über den Gegner an. Ich habe ansonsten keine besonderen Rituale oder Gewohnheiten, um mich auf ein Spiel vorzubereiten.

Wie erholst du dich vom Handballsport?
„Die Auszeit nehme ich mir eigentlich nur am Wochenende, da ich viel arbeite im neuen Beruf und jeden Abend das Training besuche. Viel Zeit für andere Dinge bleibt leider nicht und wenn, dann geniesse ich diese natürlich mit meiner Freundin Lisa, mit welcher ich schon vier Jahre zusammen bin. Sie ist immer für mich da und unterstützt mich, wenn ich kaputt bin oder Sorgen habe. Sie gibt mir Kraft weiter zu machen.“

Was motiviert dich, den Handballsport auf diesem hohen Level auszuüben?
„Den Handballsport auf diesem Niveau zu trainieren und zu spielen, macht einfach unglaublich viel Spass, auch wenn sehr viel harte Arbeit dahintersteckt. Man lernt im Umfeld aber viele neue Menschen und Charaktere kennen. Und der Sport hält einen selber auch fit und lenkt vom Alltag oder der Arbeit ab. Es gibt einfach keinen geileren Sport als Handball in meinen Augen!“ Doormann schaut auch zurück und berichtet, dass er früher Jugendmannschaften trainiert habe, was ihm sehr viel Freude bereitet hätte. Mit Interesse hätte er verfolgt, wie sich die Jungs weiterentwickelten. So kann er sich gut vorstellen, in Zukunft den Trainerschein zu machen, wenn es die Zeit denn zulässt. Vorerst kämpft Florian Doormann aber selbst als engagierter solider Teamplayer, meistens im Mittelblock für den TV Möhlin.

 

Für den TV Möhlin, Christine Steck

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