18.02.2016
Die SG Pilatus in akuter Abstiegsposition!
Anfang Oktober, in der noch jungen NLB-Saison 2015/16, bestritt der TV Möhlin in Luzern das Hinspiel gegen Aufsteiger Pilatus. Die Gäste lagen zur Pause zurück, konnten jedoch im zweiten Umgang durch Beharrlichkeit mit 28:26 gewinnen.
Mittlerweile ist Möhlins Aufwärtstendenz mit dem vierten Tabellenzwischenrang erkennbar und die SG Pilatus sieht sich als Schlusslicht mitten im Abstiegskampf wieder. Nach drei Siegen, einem Unentschieden und 13 Niederlagen müssen dringendst Punkte her, wollen sie dem 1.Liga-Schicksal entrinnen. Gelegenheit dazu, bot sich der jungen Mannschaft im letzten Heimspiel gegen das Zwölftplatzierte und Mitaufsteiger Wädenswil. Die Partie ging an Pilatus, welches wieder auf Rückkehrer und Topscorer Fabio Hess zählen konnte. Nach dem vorletzten Match lautete das Fazit, über die Niederlage gegen Birsfelden: „Im Bereich Emotionen, Kampfkraft und Körpersprache muss das gesamte Team in den nächsten Wochen deutlich mehr bringen - hier ist man nicht NLB-tauglich!“
Ein hartes Verdikt für ein junges Team: Die SG Pilatus ist ein gemeinsames Werk vom HC Kriens, Borba Luzern und dem TV Horw, welches 2009 ins Leben gerufen wurde. Zusammen wollen die Verantwortlichen möglichst viele Eigengewächse generieren, welche danach die Möglichkeit haben in der NLB oder in der NLA ihre Laufbahn fort zu setzen. Gleich 15 der 20 eingesetzten Handballer wurden bei der SG Pilatus oder in einem der drei Stammvereine ausgebildet. Mit Jakub Cibere (Jg. 1990) hat man jedoch einen erfahrenen Slowaken als Torwart verpflichtet, welcher im Herbst 2014 zwischenzeitlich beim RTV Basel den verletzten Pascal Stauber ersetzt hat. In der Nationalliga A ist die Spielgemeinschaft mit dem HC Kriens-Luzern prominent vertreten.
Der TV Möhlin sah sich letzte Saison einem ähnlichen Druck wie die Innerschweizer ausgesetzt und nimmt aktuell die vierte Position ein. Allerdings muss auch er sich jedes Spiel hart erarbeiten und das wird gegen den nächsten Gegner nicht anders sein. Die Klassenunterschiede sind in der NLB nicht riesig und die jeweilige Tagesform oder das verfügbare Spieleraufgebot lassen einen offenen Spielausgang durchaus zu. Zuhause auflaufen, bedeutet dennoch vor begeisterungsstarkem Publikum zu kämpfen. Nach dem knapp verlorenen Ausgang gegen Endingen, mit doch lädierten Spielern (Meier erlitt eine Platzwunde, die genäht werden musste und Doormann und Hock mit Bein-, resp. Fussprellungen) als Folge, wird Trainer Zoltan Cordas gefordert sein, für den „punktehungrigen“ Herausforderer eine schlagkräftige Truppe zu formen.
Bericht: Christine Steck; Foto: Michi Mahrer
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