08.06.2018
Rückblick 125 Jahre-Jubiläum TV Möhlin!
Endlich fand sich Zeit mit dem OK-Mitglied Markus Staubli, bei einem Kaffee in der Stammbeiz des TV Möhlin, ein paar Gedanken und Geschichten rund um das 125-Jahr-Jubiläum zu erfahren. Vorneweg: Der Hauptpreis aus der Tombola-Verlosung vom Sonntag: das Auto (ein Citroën C1, 1.0 VTi Feel) mit der Los-Nummer 2676 hat seinen neuen Besitzer noch nicht gefunden. Alle andern Hauptpreise seien aber laut Staubli den glücklichen Gewinnern übergeben worden.
Bald sind zwei Wochen verstrichen, seit das rauschende Fest zum 125-jährigen Bestehen des TV Möhlin im Steinli gefeiert wurde. Markus Staubli treffen wir deshalb ziemlich entspannt im Gartenrestaurant Sonne in Möhlin. Zusammen mit seinen ehemaligen Handballkollegen Fabian Gasser und Werner Weber hat er die Fäden des Grossanlasses umsichtig in den Händen gehalten. Fast wie früher auf dem Handballfeld waren sie erneut ein eingespieltes Team. Ihnen zur Seite stand ein OK mit ehrenamtlichen «Spezialisten», welche alle wichtigen Ressorts mit ihren individuellen Fähigkeiten abdeckten. Das OK bedankt sich vorab bei den weiteren rund 300 Helferinnen und Helfern für ihr grosses geschätztes Engagement an allen drei Tagen! Die Stimmung und die Freude darüber, den Anlass gemeinsam zu stemmen, seien auch für das OK überwältigend gewesen. Nur wenige Personen sind nicht zu ihrer Schicht erschienen und konnten durch «Springer» ersetzt werden.
Die Idee eines Festes und dann der Kraftakt für die Organisation!
Dass man 125 Jahre TV Möhlin feiern sollte, war allen Verantwortlichen im Turnverein ein Bedürfnis. Bloss der Vorstand mochte nicht so recht, denn die laufende Arbeit rund ums Handball-Tagesgeschehen absorbierte bereits sehr viel Zeit und Energie. So schätzte man es umso mehr, als sich aus der ersten Besprechung bald eine Gruppe initiativer Männer herauskristallisierte, welche in kurzer Zeit mit klaren Konzepten und Vorschlägen aufwartete. An der letztjährigen GV des TV präsentierte das OK seine Vorstellungen und holte langsam die Anwesenden mit ins Boot. Staubli, Gasser, Weber und Co. schöpfen aus einem reichen Fundus an Erfahrung für Events schon seit Jahren (Baranoia, Fasnacht). Sie kennen die richtigen Leute, wissen wer über welche Kompetenzen verfügt und bauten ihr ganze Organisation darauf auf. Dass der Anlass dann mit der Gemeinde gekoppelt wurde, welche zur selben Zeit am Coop-Gemeindeduell Bewegungsminuten sammelte, brachte zusätzliche Synergien mit der Infrastruktur im Steinliareal. Das OK bedankt sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich bei der Gemeinde Möhlin, den Werkhof-Mitarbeitern und den geduldigen Hauswarten. Die Zusammenarbeit hätte sehr gut geklappt.
Sommerliche Jubiläumstage!
Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: drei Tage fast schon hochsommerliche Temperaturen luden zum gemütlichen Verweilen draussen ein. Als am Freitag die Handball-Legende Micha Bojovic den Fassanstich zelebrierte und damit symbolisch die Feier mit frischem Bier eröffnete, verspürte schon manch Besucher reichlich Durst. Die Vorräte an Gerstensaft seien Gerüchte zufolge auch schon bald aufgebraucht gewesen und Nachschub eiligst beschafft worden. Später fanden die Nostalgiespiele mit ehemaligen Handballern des ATV Basel-Stadt, des RTV Basel und des TV Möhlin aus den Achtziger- und Neunziger-Jahren in der neuen Steinlihalle statt. Sehr viele Zuschauer aus nah und fern applaudierten den Oldies begeistert zu. Manchmal schlich sich auch Beklemmung und bange Sorge ein, wenn die nicht mehr so geschmeidigen athletischen Abläufe ins Stocken gerieten. Aber unverkennbar die «Tricklis» und Täuschungen, welche ein paar Verwegene immer noch zeigten. Markus Staubli, auch Werner Weber, sie hätten gerne auch aktiv mitgespielt, aber ein neues Hüftgelenk oder andere gesundheitliche Probleme verbannten sie zum Zuschauen. Auf den Rängen herrschte derweil ebenso ausgelassene Stimmung wie auf dem Spielfeld. Da trafen sich viele ehemalige Ball-Sportler, Angehörige und Bekannte, es war ein spürbar freudiges Wiedersehen.
Im Eingangsbereich der neuen Steinlihalle zeugte zudem eine liebevoll vorbereitete Fotoausstellung von vergangenen Handball-Tagen, von euphorisch bejubelten Aufstiegen bis hin zu Momentaufnahmen neben dem Spielfeld. Monique Metzger und Familie Soder haben auch versucht, die Mannschaften der letzten Jahre vom Nachwuchs bis zum Eins lückenlos mit Teambilder zu präsentieren.
Von Rock über Wiesn zum Brunch!
Ein dichtes Programm lud am Freitagabend zur Rocknacht bis in die Morgenstunden ein. Am Samstag ging es nach zehn Uhr weiter mit dem Bewegungs-Parcour, ehe abends die »Wiesn» mit den Blaumeisen alle Festbesucher auf die Bänke zum Mittanzen lockte. Die Damen-Mannschaft brachte die bestellten Mass Bier in schmucken Dirndln (und die erste Mannschaft trank sie in fröhlicher Runde). Sie zeigten nicht nur ein sehr adrettes Äusseres, sondern stemmten den ganzen Samstagabend unzählige Biere oder brachten die bestellten Haxen und Hänerl zu den Gästen. Somit war das Krafttraining im Studio auch gleich abgehakt. Die angestellte Security wirkte immer kompetent im Hintergrund und griff sofort ein, wenn ein Gast ausfällig wurde. Markus Staubli betont, dass es zu keinen Vorfällen kam und dass die Festbesucher im Zelt, wie auch im rege besuchten Aussenbereich sehr vorbildlich waren.
Als letzter Teil im Festprogramm wurde der Brunch am Sonntag organisiert. Die Landfrauen aus dem Bezirk Rheinfelden boten ein feines Zmorge-Buffet, das von vielen Familien und den geladenen Gästen besucht wurde. Am Ehrentisch sass neben Landammann Alex Hürzeler, Gemeindeammann Fredy Böni und TV-Präsident auch OL-Europameister Matthias Kyburz. Kyburz durfte später als Glücksfee wirken und die Lose ziehen, zusammen mit Alice Mahrer («Tante Alice»), dem wohl ältesten und leidenschaftlichsten Fan des TV Möhlin.
Nach dem feinen Brunch folgte der offizielle Teil mit dem Einlaufen der Fahnendelegation und den jüngsten Handballern in ihren orange farbenen Spieldresses. Nach den Musikklängen der Dorfmusik und den Reden der Vertreter aus Politik und Gemeinde, sowie dem Ausblick des aktuellen Präsidenten Simon Mahrer, dürfte Markus Staubli ein erstes Mal tief durchgeatmet haben. Denn nun war das Wichtigste auch ehrenvoll abgehakt und ein Bier im Kollegenkreis angesagt. Zur selben Zeit begann für die erste Mannschaft die Schicht in der Küche. Das Team um Captain Sebastian Kaiser wirkte nach der kurzen Nacht immer noch sportlich und motiviert. Toll, dass auch Oliver Mauron und Karlo Ladan mitanpackten, denn sie wechseln auf nächste Saison zum Ligakonkurrent Endingen.
Schlussgedanken und Helferfest
Staublis Fazit fällt nach zwei Wochen sehr positiv aus. Man wisse noch nicht genau, wie die Rechnungsbilanz aussehe, weil Feldschlösschen die Rechnung noch nicht präsentiert habe und noch ein paar andere offene Beträge beglichen werden müssten. Aber vom Gefühl her, hoffe man schon, dem Verein etwas vom Gewinn zurückgeben zu können. Und fügt hinzu: «Ich habe zudem den Eindruck, dass wir mit unserem Fest etwas Nachhaltiges, Verbindendes geschaffen haben, das uns als Verein, als Sportlerfamilie über die Region hinaus gestärkt hat. Noch einmal: Das war nur möglich dank unseren motivierten und einsatzfreudigen Helfern! Auf die Frage, wieviel er und das OK während den Festtagen eigentlich geschlafen hätte, meint Staubli: «Ich habe jeweils drei Stunden pro Nacht ausruhen können». Der Grund liegt in den vielen Details um die sich die Verantwortlichen fortlaufend kümmern mussten. Mit diesen beeindruckenden Worten beenden wir unser Gespräch und hoffen, Staubli, Gasser, Weber und ihre Crew können am Helferfest, das am 6. Juli am Rhein stattfinden wird, richtig zurücklehnen und gebührend geniessen, was sie «geschaffen» haben.
Für den TV Möhlin, Christine Steck
Jubiläumsverlosung
Die Gewinn-Nummern von der Verlosung (PDF). Die Gewinnerinnen und Gewinner melden sich bitte unter 125@tv-moehlin.ch bis spätestens am 30.06.2018.