Die SG Magden/Möhlin erneut ohne Punkte!

In der fünften Partie verliert die SG Magden/ Möhlin zuhause gegen die Red Dragons Uster mit 23:28 (11:12). Damit erleidet die Erstligamannschaft seine vierte Niederlage aus fünf Begegnungen und klassiert sich auf dem achten und damit zwischenzeitlich letzten Tabellenrang.

Dabei wollte das Team von Igor Djeric heute endlich zwei Punkte holen. Nach zwei Niederlagen gegen Andelfingen (19:35) und gegen Kloten (24:28), einem umkämpften Unentschieden gegen Lokalrivale Frick (27:27) und zuletzt, vor einer Woche mit einer weiteren Nullrunde gegen die HSG Leimental (22:27), war wohl jedem Spieler der Kurs klar.

Die Startminuten verliefen nach Wunsch des heimischen Trainers, denn die Mannschaft bescherte ihm die 3:0-Fürung, auch dank den spektakulären Paraden von Torhüter Patrick Bürgi, welcher seinen Kasten dichthielt. Erst das folgende Foul mit Siebenmeter für die Gäste, eröffnete den Treffersaldo der Zürcher zum 3:1 (6.). Danach nahm die Partie mehr Fahrt auf und beide Teams lieferten sich einen wahren Schlagabtausch. Nach zehn Minuten traf Tobias Häberli für die Red Dragons erstmals zum Ausgleich, nachdem Magden/ Möhlin offensiv gleich mehrmals gescheitert war. Nico Boss setzte sich danach in Unterzahl vom Kreis durch und erhöhte wieder, derweil auch Keeper Bürgi den nächsten Wurf-Versuch von Usters Vaidas Klimciauskas neutralisierte. Der Gastgeber übernahm kurzzeitig die Führung, aber Uster liess nicht locker. Als dann Xavier Franceschi auf der linken Aussenposition für den unglücklich Werfenden Michel Balmer eingewechselt wurde und ebenfalls den Ball verhedderte, witterte das Gegenüber erneut seine Chance. Zwar konterte Magden/ Möhlin noch ein-, zweimal, aber die Zürcher liessen nicht locker und führten zur Halbzeit mit einem Tor (12:11).

In der zweiten Spielzeit erzielte Sandro Soder, der nach einer Verletzung wieder auf der Platte stand, sein einziges reguläres Tor, die weiteren drei Treffer verwertete der ehemalige NLB-Spieler allesamt vom Siebenmeterpunkt. Nach dem erneuten Ausgleich erzielte Uster drei Tore innerhalb von zwei Minuten. Magden/ Möhlin konnte dem nichts entgegensetzen, schwächelte im präzisen Abschluss oder behinderte sich durch Zeitstrafen (in der 40.Minute gar in doppelter Unterzahl). Nur der letzte Mann Patrick Bürgi und Ersatz Fabian Lütolf, der zuletzt den Strafwurf von Dennis Gerber ins Out beförderte, bewahrten die Fricktaler vor Schlimmerem. Trotzdem resultierte ein Zwei-, Drei-Tore-Rückstand, welchen Magdens Offensive nur punktuell verkürzen konnte. Eine Viertelstunde vor dem Ende demonstrierte Linkshänder Vaidas Klimciauskas für Uster seine Routine und erhöhte auf 19:15 (45.). Der vierzigjährige ehemalige litauische Nationalspieler und ab 2009 auch NLA-Spieler in der Schweiz kam nun besser ins Spiel und war für sechs Tore verantwortlich; ebenso abschlussstark wie Teamkollege Tobias Häberli mit gleich vielen Treffern. Diese Vorzeichen fehlten beim Heimteam, nicht nur im Rückraum, auch auf den Flügelpositionen: Nico Boss verzeichnete zwar fünf Tore vom Kreis, ansonsten blieb die Angriffsformation aber unter ihrem Potential. Immerhin Kampfeswille und Leidenschaft blieben bis zuletzt spürbar und noch in der 54. Spielminute, als man auf 22:23 herankam, schien das Unmögliche plötzlich wieder möglich zu werden, aber wie erwähnt, besagter Litauer Klimciauskas setzte danach die Akzente und konnte mit seiner Mannschaft schlussendlich das 28:23 bejubeln.

Die SG Magden/ Möhlin ist am kommenden Samstag, 13. Oktober, erneut gefordert, dann trifft sie in Winterthur auf die Seen Tigers: Anpfiff ist um 19.00 Uhr.

SG Magden/ Möhlin mit: Lütolf (1/3), Bürgi P. (18/44); Boss (5), Kuratle (2), Soder (4), Krämer (3), Franceschi, Giller, Behlinger (2), Balmer (3), Weber (1), Waldmeier, Bürgi N. (1), Moser (2).

Bericht: Christine Steck; Archivfoto: Willi Baldinger

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