17.06.2020
Linda Pauli
1. Kannst du dich mit ein paar Worten vorstellen?
Ich heisse Linda Pauli und bin 30 Jahre alt. Ich lebe seit meiner Geburt in Möhlin und arbeite als Kunststofftechnologin in Kaiseraugst.
2. Wie lange spielst du schon Handball, übst eine Funktion im Verein aus oder bist sonst mit dem Verein verbunden?
Ich habe 20 Jahre lang Handball gespielt. Ich begann damals bei den Mini B und durchlief die ganze Juniorenabteilung. Als 15-Jährige wechselte ich zur Damenmannschaft und spielte solange, bis ich dann aus gesundheitlichen Gründen aufgehört habe.
Ich bin aber meinem Herzensverein treu gebieben und habe quasi die Seiten gewechselt. Auf die Saison 2016/2017 hin, bin ich zum Zeitnehmer-Team gestossen, wo unterdessen ein «geiles» Team entstanden ist. Am Tisch haben wir es immer wieder mal unterhaltsam, es wird auch ab und zu gelacht über Aktionen, welche auf dem Feld passieren. Manchmal wird gewettet, ob der Goalie den 7m hält, oder ob eine Person noch mit Rot vom Platz fliegt, wenn diese schon 2mal 2min gesehen hat. Manchmal drücken wir aber auch beide Augen zu, z.B. bei einem Wechselfehler.
Im Jahr 2019 bin ich auch noch ins Baranoia OK Team gegangen, wo ich für das Personal verantwortlich bin. Es wird aber immer schwieriger Personal zu finden, welches freiwillig arbeiten möchte.
3. Wie verbringst du die Tage seit Beginn der Coronavirus-Krise?
Bei mir ging es direkt in die andere Richtung: Anfangs Jahr war es bei der Arbeit noch sehr ruhig. Es erfolgte die Umstellung auf den Zwei-Schicht-Betrieb. Als das Corona dann kam, haben wir innerhalb von zwei Wochen die Produktion hochgefahren, wieder auf Drei-Schichtbetrieb umgestellt und ausschliesslich nur noch Beatmungsgerätteile hergestellt. Die Nachfrage hält immer noch an. Seit Beginn wird von Sonntag Abend bis Samstag Mittag gearbeitet. Ich bin dann froh, wenn Sonntag ist und ich einfach mal die Füsse hochlagern kann und nichts machen muss.
4. Was möchtest du an Gedanken, Ratschlägen oder einfach eine Lebensweisheit in diesem Zusammenhang weitergeben?
Ich bin erleichtert, wenn das Ganze dann mal ein Ende hat und wieder Normalität einkehrt. In Bezug auf den TV Möhlin möchte ich hinzufügen, dass ich mich da sehr wohl fühle und es sich wie meine zweite Familie anfühlt. «Neue» Personen werden hier offen empfangen und wie ein Familienmitglied aufgenommen. Man kennt sich auch im Dorf und nicht nur in der Halle.
5. Was sind deine Leidenschaften neben dem Handball?
Seit ich nicht mehr aktiv Handball spiele, habe ich mich wieder intensiver mit dem Golfsport beschäftigt. Man trifft mich fast jedes Wochenende auf dem Platz an. Golf ist nicht nur für die ältere Generation reizvoll. Es ist auch schön mit TV Leuten (Christina und Oli Frank oder mit Markus Bühler, ehemaliges Vorstandsmitglied) eine Runde Golf auf unserem Heimplatz in Rickenbach (D) zu spielen.
6. Was sind deine schönsten Erinnerungen an deine Karriere?
Die beiden Aufstiege in die 2.Liga. Zwei Cup-Finale, leider immer nur der 2.Platz.
Oder im Deutschen Maulburg/Steinen, wo plötzlich das Spiel abgebrochen worden ist, weil das Hallendach undicht war und sich pötzlich Wasserpfützen auf dem Spielfeld bildeten. Zudem musste für warmes Wasser noch 50 Cent, damals ja noch Pfennig bezahlt werden...
7. Was sind deine Pläne im Sport/Arbeit bis 2021?
Eigentlich wollte ich mit «Tante Alice» einen Auswärtsmatch von unserer ersten Mannschaft besuchen. Wir wären zusammen nach Baden gereist und hätten am 14.März den wichtigen Match gegen den STV Baden verfolgen wollen. Aber bekanntlich kam ja die Krise und die abrupt beendete Saison...nun möchten wir das natürlich in der kommenden Saison nachholen können.- Im Golfsport möchte ich konstanter spielen, damit ich ein besseres Handicap bekomme.
8. Auf was freust du dich am meisten nach der Krise?
Ganz klar freue ich mich, wenn die Handball-Saison 2020/21 wieder losgeht und wir uns in der Halle begegnen können. Und wenn wir wieder unbeschränkt reisen können ????!
Mit Linda Pauli beenden wir vorerst den Block mit den acht Fragen für die TVM Community während der Corona-Zeit. Nach dreimonatiger Trainingspause kehrte ab dem 8. Juni wieder Leben in die Steinlihallen ein, die Mannschaften können nämlich endlich wieder zusammen Sport treiben und sich auf die neue Saison 2020/ 2021 vorbereiten.