Marco Zumsteg

1. Kannst du dich mit ein paar Worten vorstellen?
Mein Name ist Marco Zumsteg (Stiuy) und ich bin 32 Jahre «jung». Ich bin in Möhlin aufgewachsen und habe hier meine gesamte Schulzeit verbracht. Nachdem ich einige Jahre in Zeiningen wohnhaft war, bin ich im letzten Jahr glücklich nach Möhlin zurückgekehrt. Beruflich bin ich bei der M-Industrie am Standort Birsfelden tätig.

2. Wie lange spielst du schon Handball, übst eine Funktion im Verein aus oder bist sonst mit dem Verein verbunden?
Ich habe im Alter von 7 Jahren mit dem Handballspielen angefangen. Nach Ende der Saison 2014/2015 habe ich mich sportlich neu orientiert, bin der TVM-Familie jedoch stets treu geblieben. Neben dem Handball selbst, war ich zusammen mit Flo Keller einige Jahre als Juniorentrainer tätig und war mehrere Jahre Teil des BARanoia-OK's. Aktuell unterstütze ich den Verein gelegentlich dort wo gerade eine helfende Hand gebraucht wird, oder nehme mit aktiven Handballerinnen und Handballer an Events wie dem Gigathlon oder der SOLA Basel Stafette teil, welche wir 2019 zum 1. Mal absolvierten und an welcher wir eigentlich auch dieses Jahr teilnehmen wollten. Leider ist auch dieser Event ein Opfer vom Coronavirus!

3. Wie verbringst du die Tage seit Beginn der Coronavirus-Krise?
Da das Unternehmen, in welchem ich arbeite, in der Lebensmittelbranche tätig ist, konnten wir auch nach dem Lockdown weiterarbeiten und waren stets sehr gefordert. Somit hat das Leben für mich nicht einen so drastischen Einschnitt erhalten, auch wenn ich einzelne Tage im Homeoffice arbeitete.
Trotzdem ist es so, dass ich sicherlich einiges mehr an Zeit in den eigenen 4 Wänden verbringe. Da mein grosses Hobby das Trailrunning unter den entsprechenden Vorschriften weiterhin erlaubt ist, verbringe ich auch sehr viel Zeit in den Bergen beim Trainieren. Und ab und zu verbringe ich auch einige Stunden bei einem Bier (oder auch mehreren) mit meinen Freunden und Vereinskollegen. Natürlich mit Abstand.

4. Was möchtest du an Gedanken, Ratschlägen oder einfach eine Lebensweisheit in diesem Zusammenhang weitergeben?
Ganz ehrlich: Ich bin nicht so der Typ für Lebensweisheiten. Ich nehme die Situation immer so, wie sie ist und versuche das Beste daraus zu machen. So zu denken ist in der aktuellen Zeit sicherlich nicht falsch, denn ändern können WIR sowieso nichts. Wir müssen in dieser Zeit den Leuten vertrauen, welche sich in dieser Materie auskennen und täglich ihr Bestes geben, so dass wir möglichst schnell und nachhaltig zur Normalität zurückkommen können. Und ich meine, dass es die Schweiz bisher sehr gut gemacht hat!

5. Was sind deine Leidenschaften neben dem Handball?
Ganz klar der Ausdauersport! Nachdem ich mit dem Handball aufgehört habe, bin ich nie vom Sport losgekommen. Ob zu Fuss oder auf 2 Rädern, ich war stets aktiv und hatte immer das Bedürfnis, mich mit anderen zu messen und an meine Grenzen zu gehen. Ausserhalb des sportlichen Bereiches bin ich auch noch in verschiedenen Vereinen/Communities engagiert, wo das Gesellige im Vordergrund steht und wir immer wieder tolle Momente zusammen erleben.

6. Was sind deine schönsten Erinnerungen an deine Karriere?
Handballerisch kann das nicht wirklich eine besondere von mir auf dem Spielfeld erbrachte Leistung sein. :-) Ich kann jedoch sagen, dass ich von meiner bisherigen Zeit beim TVM nur schöne Erinnerungen habe. Dies sind z.B. Junioren, welche dein Engagement als Trainer mit ihren Leistungen auf dem Spielfeld danken, tolle Trainingslager (z.B. zu Micha nach Slowenien) oder auch die zufriedenen Gesichter nach einer erfolgreichen BARanoia.
Wenn man den Sport im Allgemeinen betrachtet, ist meine schönste Erinnerung sicherlich das Finishen des Cape Epic Mountainbikerennens im Jahr 2018 in Südafrika. Etwas erfolgreich abschliessen zu können, worauf man sich Monate vorbereitet hat und für was man 8 Tage gelitten hat, ist ein Gefühl, das man nie mehr vergisst!

7. Was sind deine Pläne im Sport/Arbeit bis 2021?
Beruflich befindet sich unser Unternehmen in einer grösseren Transformation. Da werde ich noch einige Zeit sehr gefordert sein und freue mich auf die kommenden Herausforderungen.
Sportlich ist aufgrund der aktuellen Situation vieles offen. Wann wieder Laufveranstaltungen erlaubt sind, ist fraglich und aus diesem Grund ist eine gezielte Vorbereitung auf bestimmte Hauptwettkämpfe schwierig. Deshalb versuche ich zur Zeit einfach, mein Level einigermassen halten zu können, ohne den Körper zu fest zu beanspruchen. Das gelingt mir nicht immer! :-)

8. Auf was freust du dich am meisten nach der Krise?
Zuerst freue ich mich darauf, Freunde, Bekannte und Verwandte wieder zu sehen, mit welchen ich während der Coronavirus-Krise weniger Kontakt hatte. Dann sicherlich auch auf das eine oder andere Bier bei Nuri oder hoffentlich auch bald wieder in der Halle bei Spielen des TV Möhlin (mit Zuschauern). Ebenfalls bin ich froh, wenn ich beim Training in den Bergen nicht sämtlichen Proviant mit auf den Berg schleppen muss und mich wieder gemütlich in einer Berghütte beim wunderbaren Ausblick bedienen lassen kann.

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