Frust nach dem Cup-Aus in Solothurn!

Der TV Möhlin verliert die Mittwochabend-Partie gegen Solothurn deutlich mit 22:28 (11:14) und scheidet damit frühzeitig aus dem Mobiliar Cup aus. Dass die angereisten Fricktaler in der CIS-Halle nie richtig in ihr Spiel fanden, zu viele technische Fehler fabrizierten und freie Würfe gleich reihenweise liegen liessen, das war bitter.

Den entscheidenden Unterschied zwischen beiden Teams machte vor allem der gegnerische Angriff, der seine Chancen konsequenter nutzte. Der TV Möhlin machte sich das Leben von Beginn weg schwer. Zu viele technische Fehler zermürbten den Angriff, die freien Würfe wurden verpasst, endeten zu oft bei Mathieu Seravalli. Der Solothurner Keeper verbuchte einige Paraden mehr, als dies im Liveticker festgehalten ist, weshalb seine Quote von 37% deutlich höher ausfallen dürfte. Stark waren an diesem Abend zudem die Distanzwürfe von Benjamin Dornois, welcher aus zehn Meter Entfernung, gepaart mit einer unendlichen Sprungkraft, abschloss und die ganze Möhliner Abwehr, inklusive Torwart, düpierte. Der 27-jährige Franzose, welcher diese Saison neu zum Team gestossen ist, verbuchte allein acht Treffer, so viele steuerte nur noch Sandro Sieber, der Routinier am Flügel, für Solothurn bei.

Erklärungsversuche beim TV Möhlin
Sebastian Kaiser, der Möhliner Kapitän, welcher am Vortag seinen dreissigsten Geburtstag feiern konnte, hätte sich einen couragierteren Auftritt gewünscht. Nach dem Abpfiff sucht er sichtlich nach Worten. Nebst der mangelnden Chancenauswertung betont er, dass jeder Spieler gefühlt ein paar Prozente zu wenig gegeben habe und das reiche in dieser engen Liga nicht, um an die vergangenen Resultate anzuknüpfen. Lag es am Wochentag, wo man direkt nach der Arbeit an den Spielort reist und erwiesenermassen müder ist, als am Wochenende? Dann fehlte mit Benjamin Blumer, welcher sich im letzten Spiel einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und kurzfristig durch den zurückgetretenen (aus der NLB) Nicolas Bamert ergänzt wurde, doch ein starker Rückhalt. Und Rudi Safranko, der auf der halben Position seine Akzente setzte, laboriert an einer Erkältung, weshalb auch er heute nicht auf der Platte stand. Andererseits beklagt auch Solothurn viel Verletzungspech und trat mit nur elf Feldspielern an.

Spielverlauf
Schon zu Beginn der ersten Spielzeit ein weggeworfener Ball der Möhliner und Solothurn legte zwei Zähler vor. Der junge Jonas Coetermans zeigte seine erste Parade und im Gegenzug erzielte Xavier Franceschi in der sechsten Minute den Führungstreffer zum 3:2. Der folgende Siebenmeter prallte an Seravalli ab und danach kam der Möhliner Angriff erneut ins Stocken, dafür übernahmen die Gastgeber jetzt die Führung zum 5:4 in der 12. Minute. Der spätere Drei-, Vier-Tore-Vorsprung blieb lange bestehen, bis Maurice Meier in der 23. Minute den Anschlusstreffer erzielte. Aber Solothurn erhöhte wieder auf plus drei und zum späteren Pausenstand von 14:11.

In der zweiten Halbzeit kam keine deutliche Reaktion der Mannschaft von Zoltan Majeri. Zwar zeigte Sebastian Kaiser in der 42. Minute, beim 17:19, dass seine Männer wieder in Reichweite lagen, aber Solothurn schien am Vorsprung Gefallen zu finden, umso mehr, weil man in der Meisterschaft nach fünf Partien immer noch sieglos dasteht. So versuchte Möhlins Trainer Majeri zwar noch einmal sein Team wach zu rütteln, aber es folgte ein nächster Fehler, Tor für Solothurn und dazu noch Ungereimtheiten aus der Schiedsrichterecke. Und so war die Hypothek letztendlich zu gross, um den Solothurnern den Sieg noch streitig zu machen.

Konzentration nun auf die Meisterschaft
Am Sonntagabend, den 16. Oktober, kommt es zum nächsten Aufeinandertreffen in der Meisterschaft, dann gegen den Aufsteiger Handball Emmen. Anspielzeit ist um 17.00 Uhr im neuen Steinli in Möhlin.

Möhlin mit: Bamert (3/18; 17%), Coetermans (2/15); 14%); Ceppi (1), Rohr, Meier (3), Mahrer, Behlinger, Fässler (1), Franceschi (1), Wenger, Kaiser (5), Grimsrud (1), Waldmeier (3), Ulmer (4), Larouche (3).

Text und Foto: Christine Steck

Legende Foto: Der spielstarke Franzose Benjamin Dornois wirft über die Möhliner Defensive.

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