20.01.2025
Robin Santeler – Torhüter beim TV Möhlin!
Robin Santeler bildet zusammen mit Benjamin Blumer das Torhütergespann und ist seit 2023/24 im NLB-Kader von Zoltan Majeri. Einst beim HC Therwil mit dem Handballspielen begonnen, wurde man schnell auf den agilen Schlussmann aufmerksam. Santeler wechselte in die U15 Elite, besuchte die Sportklasse in Liestal und stand zuletzt beim TV Birsfelden zwischen den Pfosten.
Die Anfänge in Therwil
Als zehnjähriger Junge kam Robin mit dem Handballsport in Kontakt. Papa Santeler schickte seinen Sohn zum Training und die Geschwindigkeit und die Abwechslung machten dem Kind einfach Spass. Vorerst spielte der Junge auf dem Feld. An einem Jugend-Turnier fehlte aber danach der Goalie und Robin wurde spontan aufgefordert, doch ins Tor zu stehen. Weil er sich zwischen den Pfosten auszeichnete und auch die Freude dazu kam, blieb Santeler fortan Torwart bei der U13 und U15 des HC Therwil. Im zweiten U15-Jahr wechselte Robin in die U15 Elite, dank den Sichtungstrainings für die Regionalauswahl. Die Juniorenzeit verbrachte der talentierte Nachwuchs-Torwart dann bei der HSG Nordwest. Mit ihr wurde er mehrmals Schweizermeister und einmal Cupsieger, zudem schaffte er die Selektion zum erweiterten Kader der U17-Nationalmannschaft. Obwohl er kein offizielles Spiel bestreiten konnte, profitierte Santeler als Teenager von den Lehrgängen. Unterstützung erfuhr der fokussierte Spieler stets von seinen Eltern und der Freundin, welche selbst Leistungssportlerin (Volleyball) war.
Die Torwart-Position-anspruchsvoll und etwas crazy?
Generell kann ein Handball-Spiel in kurzer Zeit drehen und deshalb ist jede Aktion oft unglaublich wichtig. In seinen Augen ist jedes Spiel von Bedeutung, obwohl die Favoritenrolle vielleicht schon zugeteilt ist. Paraden zum Beispiel können unglaublich viel bewirken und den Spielausgang entscheidend beeinflussen. Das gefällt Robin. Er meint aber auch, dass man als Goalie schon eher allein und auf sich selbst gestellt ist. Die Würfe aus neun oder sechs Metern Entfernung, die Durchbrüche oder die Gegenstösse, das alles findet er extrem vielseitig und eben auch speziell spannend. Jedoch ohne seine Vordermänner gehe es nicht, der Torwart ist auf eine kompakte Abwehr angewiesen. Die Torhüterposition wird zudem immer wichtiger, gerade in einem Spitzen-Team. Hinzu komme der mentale Aspekt. Eine gute Abwehrquote sei zwar toll, aber Fehler würden sich meistens plötzlich einschleichen und dann dürfe man nicht aufgeben.
Schuljahre und Studium
Im Sommer 2023 hat der damals 21-Jährige das Sportgymnasium mit der Matura abgeschlossen. Danach absolvierte Robin Santeler ein Jahr lang den Zivildienst im Sonnenhof in Arlesheim, einer Schule für Kinder mit starken körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen. Dieses nicht alltägliche Umfeld hat ihn durchaus geprägt. Obwohl es mit dem Trainingsweg und der zeitlichen Belastung für das fast tägliche Handball-Training hart gewesen ist, hat Robin diese Monate durchgezogen. Seit diesem Herbst studiert der Keeper Psychologie an der Universität Basel. Es ist wieder die Vielseitigkeit, die ihn an diesem Studium fasziniert. Mit dem angestrebten Bachelor kann er später verschiedene Wege einschlagen, entweder in Richtung klinische Psychologie, oder in die Forschung, welche dann eher die Neurologie und Neuropsychologie betrifft, oder er könnte auch Fuss in der Wirtschaft fassen.
Die NLB-Saison geht im Februar weiter
Zur laufenden Saison meint Santeler: Sie ist sicher nicht einfach. Es gibt viele gute Teams und wir hatten zuerst drei Auswärtsspiele gegen starke Gegner zu absolvieren. Trotzdem konnten wir uns fangen und haben die beiden nächsten Heimspiele, auch gegen einen Top-Herausforderer, wie den BSV Stans, gewinnen können. Im Steinli zu spielen ist immer besonders und macht mir enorm viel Spass. Ich denke, dafür sind auch alle meine Teamkollegen sehr dankbar, es spornt uns an, macht Energiereserven frei. Fakt ist aber auch, wir haben ein dünnes Kader und wenig Wechselmöglichkeiten. Wir versuchen trotzdem in jedem Spiel das Maximum herauszuholen. Am Ende werden wir sehen, wie weit es reicht.
Robin Santeler steht oft etwas im Schatten des gesetzten Goalies Benjamin Blumer. Trotzdem akzeptiert er seine Rolle und bringt sich als Motivator von aussen ein. Wird er von der Bank für den Siebenmeter eingewechselt, beweist er oft Nervenstärke und parierte den einen oder anderen Siebenmeter souverän!
Christine Steck