Grosser Kampf mit dem besseren Ende für den TV Möhlin!

Nach der 18:13-Pausenführung für den TV Möhlin lieferten sich beide Teams einen leidenschaftlichen Kampf im Steinli. Die breiter aufgestellten Berner holten auf, die Fricktaler schlugen zurück, mussten aber noch zittern, als Luc Stettler den Anschlusstreffer zum 31:30 erzielte.

Dass Handball Bern, als Tabellenletzter, ein unangenehmer Gegner werden würde, der mit schnellen Anspielen und wurfgewaltigen Rückraumschützen, die auch über höhere Ligaerfahrungen verfügen, agiert, war dem TVM-Team bewusst. Ergänzt durch den QHL-Spieler Luc Stettler (BSV Bern) z.B., der wichtige drei Treffer beisteuerte oder einem glänzend aufgelegten Leon Lüthi, der sehr früh in der höchsten Liga bei Wacker Thun spielte und jetzt in der NLB für Torgefahr sorgt oder Ardin Berisha, der schon als Nachwuchs-Elitespieler auf sich aufmerksam machte, brauchten sich die Gäste nicht zu verstecken. Beim TV Möhlin fehlte Ruben Ribeiro verletzungsbedingt und bei nicht wenigen Spielern macht sich die Dauerbelastung der laufenden Saison physisch bemerkbar. Die Devise lautete deshalb: Jammern verboten, zusammenstehen und kämpfen!

Spielbericht
Es waren die Gäste, die besser in die Partie starteten, sie gingen ab der fünften Spielminute mit 3:1 in Führung. Das Heimteam scheiterte offensiv an Keeper Jan Bieri, ehe Sadok Ben Romdhane für Möhlin traf und danach Lucas Grandi zum 3:4 (8.). Die nächste Parade von Robin Santeler gegen Ivan Chernov verhinderte nicht den nächsten schnellen Angriff und das Tor zum 3:5 (10.). Aber danach glich Möhlin durch einen Doppelschlag aus, auch weil Santeler gegen Gabriel Ottrubay hielt. Offensiv lief es nun besser für Möhlin, aber Chernov tankte sich noch einmal durch und erhöhte auf 5:6. Danach verwandelte Grandi den Strafwurf und wenig später erhöhte Ben Romdhane auf 7:6 (15.). Santeler zeigte zuvor zwei wichtige Paraden. Ein 3:0-Lauf zum 9:6 durch Ben Romdhane und Grandi zwang die Berner zur erstenen Auszeit in der 15. Minute. Nach starken Treffern von Ardin Berisha und Luc Stettler, aber auch von Möhlins Grandi, nahm Zoltan Majeri ebenfalls das Timeout. Für Grandi kam der junge Fynn Soder, der sogleich drei Tore ablieferte, fein durchgetankt, zum zuletzt 16:11 (25.). Mitch Giezeman erhöhte zum 17:11 und Finn Kreuzer traf noch vor der Sirene zum 18:13- Pausenstand.

In der zweiten Spielzeit begannen die Berner noch in Unterzahl, was Möhlin nutzte und auf 20:13 stellte. Danach folgten technische Fehler und eine Zeitstrafe gegen Fabian Ceppi (34.). Zwar legte Möhlin noch einmal vor und führte in der 39. Minute mit Plus sieben, aber danach reagierten die Gäste mit frischen Spielern und vorne mit Zählbarem. Trainer Zoltan Majeri musste in der 44. Minute die Karte legen, als der Vorsprung schwand, aber Finn Kreuzer erhöhte wieder zum 25:21. Die Zeitstrafe danach gegen Ben Romdhane und den verwerteten Siebenmeter liessen Bern erstmals auf drei Tore, danach sogar auf zwei herankommen (46.). Nun zählte jede positive Aktion: Ben Romdhane verwandelte alle Siebenmeter makellos, der für den Siebenmeter eingewechselte Noé Roth hielt sensationell gegen Timo Lüthi und Xavier Franceschi warf den nächsten Ball geistesgegenwärtig ins leere Berner Gehäuse. Allerdings schlichen sich erneut leichte Fehler oder vorne parierte Würfe ein, sodass der Gegner seine physische und individuelle Klasse ausspielen konnte und in der letzten Spielminute auf einen Treffer herankam. Vierzig Sekunden verblieben nach dem 31:30 und der Ball war vorerst beim Heimteam. Fynn Soders Aktion Richtung Tor wurde aber abgepfiffen und Bern hatte dreissig Sekunden Zeit, um zumindest noch ein Unentschieden zu erzielen. Aber geschuldet einer starken und präsenten Möhliner Abwehr und dem vereitelten Freiwurf, der an der «Mauer» hängenblieb, jubelte am Ende das Heimteam!

Möhlin mit: Santeler (12/41, 30%) Roth (1/2, 50%); Ceppi (1), Soder (4), Kreuzer (4), Ben Romdhane (7), Fässler, Grandi (9), Franceschi (1), Giezeman (3), Schweizer, John, Waldmeier (2).

Text und Bilder: Christine Steck

Titel-Bild: Der junge Fynn Soder mit Jahrgang 2008 wurde zum Best Player gewählt!

Zurück zur Übersicht