Kadetten Espoirs drehen auf und behalten die Punkte zuhause!

Beide Mannschaften bestachen durch viel Tempo und einer enormen Offensivkraft, was sich im Ergebnis von 32:31 (17:17) widerspiegelte. Der TV Möhlin gab eine grössere Führung in Abschnitt zwei noch her, am Ende wurde es aber wieder knapp. Für viel Gesprächsstoff bei den Fans sorgte leider das Schiedsrichtergespann.

Das Schiedsrichter-Duo Ali Souley/ Meillier leitete die umkämpfte Partie. Die unsicher wirkenden Unparteiischen sorgten in der Folge für einige fragwürdige Entscheide oder liessen weiterlaufen, wo ein Pfiff Klarheit gebracht hätte. Und dass die gut besetzten Kadetten Espoirs humorlos und mit der Mission auf zwei Punkte, um aus dem Tabellenkeller wegzukommen, auftraten, nahm der Partie das Leichte und Spielerische.

Solide erste Halbzeit
Fabian Ceppi eröffnete den Torreigen, danach zeigte ein glänzend aufgelegter Robin Santeler seine erste Parade. Und Sadok Ben Romdhane erzielte den nächsten Treffer für Möhlin (3.). Die Kadetten Espoirs liessen danach Treffer von Lukas Hedinger, Manoy Ugiagbe und Nicolas Markovic folgen. Nach dem Ausgleich durch Adam Petric kassierte Mitch Giezeman die erste Zeitstrafe, was sein Team aber nicht aus der Spur brachte. Mutig hielten die Fricktaler dagegen und hatten in Santeler einen starken Rückhalt im Tor. Die Gastgeber wurden danach im Zwei-Minuten-Takt abgemahnt, standen zwischenzeitlich doppelt reduziert auf dem Feld, auch wurde nicht gespart mit Gehässigkeiten und provozierten Fouls. Möhlins Offensive machte mutig weiter, geriet aber nach technischen Fehlern in Rückstand, weil die Gäste durch Treffer von Hedinger, Ugiagbe und Finn Sommer eiskalt reagierten. So nahm Zoltan Majeri in der 18. Minute beim 11:8 seine erste Auszeit. Mitch Giezeman traf danach sehenswert zum 11:9, später zum 14:12 (21.). Zwar setzten sich die wurfgewaltigen Schaffhauser leicht ab, Möhlin kämpfte sich aber zurück und Lucas Grandi erzielte noch in der Schlusssekunde das Ausgleichstor zum 17:17-Pausenstand.

Hochstimmung gefolgt von Bauchweh
In der zweiten Spielhälfte erarbeitete sich Möhlin einen leichten Vorsprung zum 19:22 (39.). Nach der Auszeit der Gastgeber war es aber Möhlin, das vorne ausbaute und auf 20:24 stellte. Santeler hielt gegen Ugiagbe, der aber danach zu frei zu Toren kam und weil Waldmeier und Grandi wenig Glück im Abschluss hatten, verkürzte Manoy Ugiagbe wieder auf einen Zwei-Tore-Rückstand. Danach sah Petar Ilic Rot, nach einem Foul an Fynn Soder (47.). Ben Romdhane verwandelte den anschliessenden Siebenmeter und wenig später erhöhte Jan Waldmeier zum 22:27 (49.). Die Fehler, sie sich danach im eigenen Offensivspiel einschlichen, machten den Gegner wieder stark, hinzu kamen umstrittene Spielleitungsentscheide gegen Möhlin. Und die Partie wurde gehässig, ging merkbar in die entscheidende Phase. Ab der 56. Minute beim 29:29, war alles wieder offen. Flügelspieler Finn Kreuzer musste danach auf die Bank, Santeler packte eine Monsterparade gegen Topscorer Ugiagbe aus und Lucas Grandi erhöhte auf 29:30.  Der erneute Ausgleich erfolgte wenig später durch Finn Sommer. Ein kapitaler Fehlpass in die Hände des Gegners ermöglichte danach das 31:30, es blieb hektisch. Nach dem 32:30 durch Nicolas Markovic blieb noch genügend Zeit für den Anschlusstreffer zum 32:31-Schlussstand, zu einem gerechteren Unentschieden reichte es aber nicht mehr!

Fazit: Die Möhliner Handballer dürfen stolz auf ihre kämpferische Leistung sein. Dass am Ende etwas die Routine und Kaltschnäuzigkeit fehlte, ist angesichts der Kaderbreite mehr als verständlich.

Möhlin mit: Santeler (11/41, 27%) Roth (0/2); Ceppi (3), Ben Romdhane (12), Soder (1), Metzger, Kreuzer (3), Fässler, Grandi (4), Franceschi, Giezeman (3), Schweizer, John, Waldmeier (5).

Titel-Bild: Starke Teamleistung, trotz knapper Niederlage!

Text und Bild: Christine Steck

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